Modernisierungen am Haus werden das Haus optisch attraktiv machen und Kosten einsparen. Alle optischen Modernisierungen wirken sich auf den Zeitwert, aber auch auf das Wohlbefinden der Mieter aus. Technische Modernisierungen haben ein Nutz- und Kosteneffekt. Klar, die großen Positionen in der monatlichen Abrechnung haben bei einer Modernisierung auch die größten Einsparpotenziale. Allen voran gehen Strom, Wasser und Wärme. Reparaturen der Substanz des Hauses vermögen ebenfalls sehr kostspielig auszufallen.

 

Also Modernisieren…?

Eine Instandhaltung sorgt nur dafür, dass die Funktionen gegeben bleiben und alles sauber aussieht. Eine Modernisierung erneuert die Substanz und ersetzt altes Inventar durch Neues. Zur Instandhaltung gehören Schäden wie gelöste Dachziegel, Risse oder Platzer im Mauerwerk. Wichtig ist zur Eindämmung von Schäden rasch eine erste Lösung zu erstellen.

Das Ziegeldach nach 30 Jahren komplett erneuern oder alle fünf bis zehn Jahre die Fassade neu zu streichen sind ebenfalls Instandhaltungs- oder Sanierungsmaßnahmen je nach Umfang. Sie erhöhen in der Regel den Wert des Gebäudes nicht, sondern verhindern oder beheben nur einen vorzeitigen Wertverlust. Dachreparaturen oder Anstriche allerdings, die mit einer Wärmedämmung verbunden sind, gehören zu einer Modernisierung, die den Wert steigert: Der Bestand des Hauses ist danach verbessert, seine Gebrauchskosten sind gesenkt und die Nutzungsdauer verlängert.

Was sich rechnet…

Nicht jede Form der Modernisierung ist im wertsteigernd. Oftmals verändern sich die Forderungen je nach den Wünschen der Nachfrage am Immobilienmarkt. Gewünscht sind aktuell modernisierte funktionale Bäder, geräumige Grundrisse und ein innovativer und intelligenter Innenausbau. Bei den energetischen Erneuerungen ist besonders eine moderne Heizung – mit Smarthome-Technik, Brennwert- und Speichertechnik gefragt oder Energieversorgung auf der Grundlage erneuerbarer Energien. Beide Maßnahmen verbessern die Vermarktungschancen. Mietobjekte mit optimaler Energieeffizienz haben bei steigenden Energiepreisen beste Vermietungschancen. Vermieter dürfen gewöhnlich elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umlegen.

 

Wie die Modernisierung finanzieren?

Bevor eine Immobilie modernisiert werden sollte, lohnt sich zuerst ein Blick auf die aktuellen Finanzen. Der Eigentümer sollte einen direkten Einblick auf den Bestand haben, denn die Modernisierung muss finanzierbar sein. Es besteht die Möglichkeit vorhandenes Eigenkapital zu verwenden und den Rest mit einem kleinen Kreditvertrag aufzustocken. Viele Banken bieten Eigentümern einen sogenannten Modernisierungskredit. Dazu kommen weitere Fördergelder vom Staat und eventuell kann auch ein Familiendarlehen genutzt werden. Auch Eigenleistung kann bei der Modernisierung mit eingeplant werden. Die Eigenleistung ist zwar nicht direkt mit Geld auszuwiegen, kann aber durchaus hilfreich sein und bei der Modernisierung Kosten sparen. Nicht außer Acht zu lassen sind die Risiken. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung und eine eigene Unfallversicherung sollte unbedingt zusätzlich abgeschlossen werden. Die eigene Unfallversicherung ist wichtig, wenn viel in Eigenleistung erbracht wird. Auch eine Unfallversicherung für die Bauhelfer gehört zu den finanziellen Belastungen bei einer Modernisierung.

 

Ermittlung einer Wertsteigerung

Mit einer unverbindlichen Werteinschätzung vom Makler oder Immobilienbewertungen von Sachverständigen vermögen Hauseigentümer realistisch einzuschätzen, mit welchen Wertzuwächsen ihre verbesserten Dämmungen, ein Heizungswechsel, Fensterverbesserungen oder anderen Modernisierungen bei der Immobilie zu rechnen ist. Um den Marktwert der Immobilie zu berechnen, greifen Profis auf Informationen vergleichbarer Gebäude oder Wohneinheiten zurück. Mehrere Berechnungen für dieselbe Immobilie ermöglichen Alternativen für Modernisierungen durchzurechnen und bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit hin auszuwerten.

Bei Verkauf ist eine Vorab-Prüfung der Modernisierungen immer ratsam.

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