Beim Kauf einer Immobilie kann es vorkommen, dass man nicht der einzige Eigentümer ist. Das ist gerade bei einer Eigentumswohnung der Fall. Beim Kauf einer Eigentumswohnung kauft man eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Dort befinden sich noch weitere Parteien, die ebenfalls Besitzer einer Immobilie sind. Der Kaufpreis ist rein für die Wohnung selber. Monatlich kommen aber noch weitere Kosten auf den Besitzer zu. Dazu gehört das sogenannte Hausgeld.


Das Hausgeld wird von jeden Eigentümer einer Wohngemeinschaft bezahlt. Mit dem Hausgeld werden alle finanziellen Verpflichtungen bezahlt, die von dem gesamten Haus oder der Hausgemeinschaft getragen werden müssen. Zu diesen Verpflichtungen gehören Verwaltungskosten, Betriebskosten und Instandhaltungskosten. In der Regel wird das Hausgeld monatlich auf ein Konto eingezahlt. Von diesem Konto werden alle laufenden Kosten beglichen, darunter

  • Gartenpflege
  • Hausmeisterservice
  • Hausstrom
  • Treppenhausreinigung
  • Abfallentsorgung
  • Heizung
  • Kabelanschluss
  • Wohngebäudeversicherung
  • Bankkontoführung

Auch in Zukunft geplante Instandhaltungen werden von dem Hausgeld bezahlt. Jedes Jahr muss ein Kostenplan aufgestellt werden, um die laufenden Kosten ausreichend decken zu können. Sollte zu viel Hausgeld gezahlt worden sein, dann wird das Geld an den Eigentümer zurücküberwiesen oder auf dem Konto belassen für das kommende Jahr. Das wird allerdings mit dem Hausverwalter und den anderen Eigentümern abgesprochen.

 

Wie hoch ist das Hausgeld?

Das Hausgeld ist abhängig von der Ausstattung, dem Zustand, der Größe, dem Alter und der Region der Immobilie. Es gibt einen sogenannten Hausgeld-Kostenspiegel, der im Durchschnitt bei einem Wert von 2,60 Euro pro Quadratmeter und Monat liegt. Also muss eine Familie, die eine Wohnung mit etwa 100 Quadratmetern besitzt Hausgeld in Höhe von durchschnittlich 260 Euro im Monat bezahlen.

 

Wer kümmert sich um das Hausgeld?

Bei einer Hausgemeinschaft gibt es meist einen Hausverwalter. Der Hausverwalter kümmert sich um alle Belange rund um das Thema Hausgeld. Er erstellt nicht nur den jährlichen Wirtschaftsplan, sondern verwaltet auch gleichzeitig die Einnahmen und die Ausgaben. Dabei führt er genau Buch und muss alles genau festhalten. Einmal im Jahr wird ein sogenannter Jahresabschluss gemacht. Nach diesem Abschluss kommt es zu einer Eigentümerversammlung, an der alle Eigentümer teilnehmen können. Dort werden die jährlichen Ausgaben kontrolliert und über neue Ausgaben abgestimmt. Auch für das kommende Jahr muss immer ein Wirtschaftsplan gemacht werden. Alle Eigentümer müssen dem neuen Wirtschaftsplan zustimmen, dafür gibt es erneut eine Eigentümerversammlung.

 

Müssen Höhe des Hausgeldes und Wirtschaftsplan immer akzeptiert werden?

Gerade bei großen Eigentümergemeinschaften sind sich nicht alle Eigentümer immer einig. Sollte ein Eigentümer mit der Höhe des Hausgeldes oder mit dem Wirtschaftsplan nicht einverstanden sein, dann kann ein Antrag gestellt werden. Der Antrag muss schriftlich erfolgen und dann kann eine Abstimmung erfolgen. Bei einer Abstimmung gilt immer der Mehrheitsentscheid.

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