Notaranderkonto - wozu und welche Kosten? Yvonne Bachmann Immobilien

 

Notaranderkonto, wozu und wann wird das gebraucht?

 

Spätestens beim Immobilienkauf oder Verkauf wird sich diese Frage stellen. Bei einem einfachen Kauf von einen Einfamilienhaus, wo der Verkäufer und Käufer genug Zeit haben wird das Notaranderkonto nicht gebraucht, tatsächlich ist der Sachverhalt der, dass der Notar darauf angewiesen ist bei Möglichkeit ohne Notaranderkonto zu operieren. Doch es gibt immer diese Fälle, die nicht so einfach sind wie man es gerne hätte. Vereinfacht zu merken ist ein Notaranderkonto oft dann zu empfehlen, wenn ein Sicherungsinteresse besteht. Wir erklären ihnen im Artikel, wann und wozu ein Notaranderkonto Sinn oder auch keinen Sinn macht.

Ein Notaranderkonto wird oft gebraucht beim Immobilienverkauf, wir fassen ihnen die wichtigsten Fakten zu diesem Thema zusammen:

Ein Notaranderkonto ist ein treuhänderisch verwaltetes Zahlungskonto, dass dem sicheren Transfer des Kaufpreises gegen Übertragung des Eigentums an der Immobilie dient. Der Notar ist als Kontoinhaber verfügungsberechtigt, er handelt in eigenen Namen für fremde Rechnungen.

Anderkonten werden nicht nur bei Immobiliengeschäften benutzt, sondern auch bei Anwälten, Steuerberatern, Testamentsvollstreckern oder Mietkautionskonten werden mit einem Anderkonto verwaltet.

Der Vorteil für Verkäufer ist, dass Sie mit Hilfe des Notaranderkonto die Sicherheit haben, dass der Kaufpreis zum Fälligkeitszeitpunkt und vor Übergabe bereits vollständig gezahlt ist.

Die zweite Methode ist die Direktzahlung bei Fälligkeitsmitteilung auf das Konto des Verkäufers. Aktuell ist die Rechtslage mittlerweile so, dass die Notare nur ausnahmsweise das Andenkonto nutzen sollen. Dies wäre der Fall, wenn ein „berechtigtes Sicherungsinteresse“ der Vertragsparteien gegeben ist.

Doch wann liegt ein berechtigtes Sicherungsinteresse vor ?

Wenn der Käufer den Kaufpreis über mehrere Kreditinstitute finanzieren lässt oder die Immobilie sich in einer Zwangsverwaltung befindet. Auch bei bestehenden Verbindlichkeiten des Verkäufers oder wenn eine frühzeitige Immobilienübergabe geplant ist macht es Sinn ein Notaranderkonto zu nutzen.

Doch auch die zusätzlichen Kosten bei einen Notaranderkonto darf man nicht vergessen, bei einen Immobilienpreis von 230.000 entstehen derzeit Kosten in Höhe von 485 € für die Einrichtung.