Kelleraußenwand abdichten – Was Sie dazu wissen sollten

Kelleraußenwand abdichten – Was Sie dazu wissen sollten Yvonne Bachmann Immobilien

Feuchte Kellerwände

Feuchte Kellerwände entstehen meist aufgrund defekter Außenabdichtung. Sickerwasser kann das Mauerwerk schwer beschädigen, im Keller insbesondere in den Sommermonaten Schimmel hervorrufen und die Grundsubstanz des Hauses angreifen sowie im Keller befindliche Möbel zerstören. Vor allem in alten Häusern findet man oft feuchte Keller, die durch mangelhafte oder nicht sachgemäß durchgeführter Abdichtung entstehen.

Bei einer Kellerabdichtung sollte unterschieden werden, ob der Keller gegen Bodenfeuchte, nichtstauendes Sickerwasser, aufstauendes Sickerwasser oder von außen drückendes Sickerwasser abgedichtet werden soll. Vereinfacht gesagt: Aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit sowie Kondenswasser. Das hängt immer von den jeweiligen Bodenbeschaffenheiten ab. Haben Sie beispielsweise ein älteres Haus neu erworben, dann können Sie auch Ihre Nachbarn zur genauen Bodenbeschaffenheit fragen. Manchmal bringt das einen ersten konkreten Anhaltspunkt für die eigene Kellerabdichtung.

Ein gutes Video finden sie hier:


Horizontal- und Vertikalabdichtung

Eine sogenannte Horizontalsperre (Horizontalabdichtung) wird standardmäßig in Neubauten verwendet. In älteren Bauten ist sie häufig entweder nicht vorhanden oder undicht. Die Horizontalabdichtung hindert Bodenfeuchtigkeit daran, im Mauerwerk hoch zu steigen. Bei der Horizontalsperre unterscheidet man zwischen einem mechanischen Verfahren und Injektionen, wobei die Injektionen jedoch keine Abdichtung im eigentlichen Sinne sind, da hier über Bohrlöcher diverse Injektionsmittel in das Mauerwerk eingefügt werden.

Bei der Vertikalabdichtung wird der Keller entweder mit kunststoffergänzten Bitumen-Dickbeschichtungen, kalt selbstklebenden Bitumenbahnen oder mit heißverklebten Bitumenbahnsystemen abgedichtet. Bitumen ist die Bezeichnung für eine aus Erdöl gewonnene teerartige Masse. Aufgrund der enthaltenen Kunststoffen spricht man hier auch von einer K-Wanne. Dieses System wird derzeit sehr oft verwendet.

 

Schwarze und Weiße Wanne

Die schwarze Wanne ist die Kellerabdichtung ausschließlich mit Bitumen., also mit einer rein teerartigen Masse. Die weiße Wanne bedeutet, dass der Keller aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt wird. Auch WU-Beton genannt.

 

Was tun, wenn der Keller nicht von außen abgedichtet werden kann?

Vor allem bei der Sanierung von Altbauten muss der Keller häufig von innen abgedichtet werden. Dies ist möglich, solange die Luftfeuchtigkeit unter 60% liegt. Darüber kann es zu Kondenswasser an den Kellerwänden kommen.

Mit einer funktionierenden Kellerabdichtung schützen Sie übrigens nicht nur Ihr Haus, sondern sparen aufgrund der Abdichtung langfristig gesehen auch Energie.

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