Denkmalgeschütztes Haus erwerben

Der Erwerb eines denkmalgeschützten Hauses ist der Traum vieler Menschen. Falls Sie selbst an dem Erwerb einer Jugendstilvilla oder eines Fachwerkhauses interessiert sind, gibt es vorher einiges zu beachten.

 

Vor dem Kauf

 

Jedes Gebäude stellt individuelle Ansprüche, deshalb ist es ratsam noch vor Unterzeichnung des Kaufvertrages das Wunschobjekt zu besichtigen und die eventuellen Modernisierungsmaßnahmen zu planen.
Gleichzeitig sollten Sie sich von der zuständigen Denkmalschutzbehörde (Bauamt) über die allgemeinen und individuellen Vorgaben des Kaufobejekts informieren lassen.

Energieeffizientes und modernes Wohnen im Denkmal

 

Beim Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie ist es wahrscheinlich, dass einzelne Abschnitte modernisiert werden sollten, um das Gebäude auf den heutigen Wohnstandard zu bringen und Forderungen der Energieeffizienz zu erfüllen. In vereinzelten Fällen sollte man nach gründlicher Absprache mit einem Fachmann eine Kernsanierung in Betracht ziehen, um spätere Mehrkosten zu vermeiden. Allgemein gelten Veränderungen an Heizung, Elektrik, im Bad-, WC- und Küchenbereich als unproblematisch. Komplexer und  strenger geregelt sind Änderungen an Fassaden, Stuckverzierungen, Balkonen, Erkern und Dach. Grundsätzlich sollte der Besitzer eines denkmalgeschützten Hauses immer die schriftliche Zustimmung des zuständigen Bauamtes/Denkmalschutzamtes einholen, bevor Veränderungen vorgenommen werden.

Laut Energiesparverordnung EnEV ist jeder Immobilieneigentümer verpflichtet einen Energieausweis vorzulegen. Dieser informiert unter anderem darüber wie energieeffizient ein Gebäude ist. Denkmalgeschützte Gebäude sind von dieser Regelung allerdings befreit, weil die Vereinbarung von Denkmalschutz und die strengen Forderungen zur Energieeffizienz eine besondere Herausforderung darstellen.

 

Steuervorteil Denkmalschutz…

 

Der Erwerb eines denkmalgeschützten Hauses bringt steuerliche Vorteile mit sich. Soll eine Immobilie später beispielsweise vermietet werden, gibt es die Möglichkeit Sanierungskosten über mehrere Jahre “abzuschreiben”. Vereinfacht bedeutet das Minderung Ihres zu versteuernden Gesamteinkommens und damit die Minderung der Gesamtsteuerlast eines jeweiligen Jahres. Außerdem gibt es bei der Finanzierung Hilfe von der KfW – der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Diese bietet verschiedene Förderprogramme bei Erwerb und Sanierung. Mit flexiblen Laufzeiten und Sondertilgungen lassen sich hier im Vergleich zu einer klassischen Immobilienfinanzierung größere Summen sparen.

 

Fazit

 

Wie bei allen wichtigen Anschaffungen sollte der Kauf eines denkmalgeschützten Gebäudes in jeglicher Hinsicht gut durchdacht und geplant werden. Mit fachkundiger Beratung, Eigeninitiative und etwas Herzblut ist der Traum einer Denkmal-Immobilie für jeden realisierbar.

 

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