Hundehaltung bei der Mietwohnung: Was dürfen Sie als Mieter und was nicht?

Hund Wohnung

Für viele Hundebesitzer stellt es eine große Herausforderung dar, eine Wohnung mit dem Hund zu mieten, da einige Vermieter keinen Hund in ihrer Mietwohnung haben möchten. Allerdings stellen sich viele Mieter immer wieder die Frage, ob ein Vermieter einen Hund verbieten darf. Die meisten wissen nicht, welche Rechte sie hier haben, somit nehmen sie die Aussagen der Vermieter ernst.

Vor allem ist es wichtig zu wissen, ob auch ein Verbot gilt, wenn ein Mieter auf einen Blinden- oder Therapie Hund angewiesen ist. Auf Tierseiten wie Hundeo finden Sie gute Hunderassen Vergleiche. Dort können Sie sehen, welche Rassen dafür in Frage kommen und welche Rassen allgemein gut geeignet für Wohnungen sind.

Im Folgenden nähere Information zur Hundehaltung und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man gegen die Verbote der Hundehaltung gegenüber dem Vermieter verstößt.


 

Darf die Hundehaltung durch den Vermieter verboten werden?

Wer auf der Suche nach einer neuen Mietwohnung ist und mit dem Hund in diese gemeinsam einziehen möchte, der sollte sich vorher darüber erkundigen, ob der Vermieter dies zulässt und welche Regelungen im Mietvertrag vereinbart werden. Für die Mieter ist wichtig zu wissen, dass ein Verbot von Hundehaltung oder anderen Haustieren in besonderen Fällen nicht zugelassen ist.

Da ein solches Verbot eine Benachteiligung darstellt, hat der Bundesgerichtshof im Jahre 1993 diese Entscheidung getroffen. Jedoch ist im Urteil angeführt worden, das Kleintiere in der Mietwohnung gehalten werden dürfen, was bei den Katzen und Hunden jedoch etwas anders ist.

Des Weiteren ist im Urteil angeführt worden, dass es um eine Einzelfallentscheidung handelt, was die Hundehaltung betrifft. Das bedeutet, dass ein Vermieter das Recht hat selbst zu entscheiden, ob in der Mietwohnung ein Hund erlaubt ist oder nicht. Somit wird die Hundehaltung im Mietvertrag geregelt. Allerdings ist das Verbot über die Hundehaltung in der Mietwohnung auch hier nicht erlaubt.

hund haus

Für die Hundehaltung sollte sich ein Mieter eine Einverständniserklärung vom Mieter holen, denn wenn diese nicht vorliegt, dann erfolgt eine gerechtfertigte fristlose Kündigung der Wohnung. Von dieser Regel sind Therapie- und Blindenhunde ausgenommen. Für diese Hunde braucht ein Mieter keine Einverständniserklärung, allerdings muss er eine Bescheinigung besitzen und diese dem Vermieter vorzeigen, wenn nötig.

Ein nachträgliches Verbot für die Hundehaltung

Wenn ein Vermieter seine Einverständniserklärung bezüglich der Hundehaltung in seiner Wohnung abgegeben hat, so heißt das nicht, dass diese auch nicht jederzeit widerrufbar ist. Das kann ein Vermieter natürlich machen, jedoch sollten auch feste Gründe für das Verbot der Hundehaltung bestehen. Ein gutes Beispiel für einen Widerruf ist, wenn der Hund plötzlich zum Störfaktor wird. Das ständige Bellen, die Verschmutzung der Wohnung oder Lärm durch Herunterschmeißen von Gegenständen kann dazu führen, das die Erlaubnis nachträglich schnell wieder aufgehoben wird.

Wenn sich der Mieter nicht an die Regelung, wie im Mietvertrag mit dem Mieter festgelegt hält, dann darf der Vermieter durchaus die Erlaubnis aufheben. Allerdings wird das von der rechtlichen Seite anders betrachtet. Es gilt grundsätzlich zuerst immer das, was auch im Mietvertrag festgehalten worden ist. Wenn im Mietvertrag eine ausdrückliche Einverständniserklärung gegeben worden ist und dies auch unterzeichnet wurde, dann wird es für den Vermieter etwas schwieriger, seine gegebene Erlaubnis für die Hundehaltung zu widerrufen.


 

Hund zu Besuch trotz eines Verbotes?

Viele sind sich nicht sicher, ob in die Wohnung ein Hund zu Besuch kommen darf, obwohl im Mietvertrag ganz klar geregelt wurde, dass eine Hundehaltung verboten sei. Selbst wenn die Hundehaltung im Vertrag ausdrücklich untersagt worden ist, darf trotzdem ein Hund zu Besuch kommen.

Denn ein Besuch ist nicht etwas Langfristiges, sondern von kurzer Dauer und ist durchaus erlaubt und bedarf somit keiner besonderen Erlaubnis durch den Vermieter. Jedoch muss dabei etwas beachtet werden. Solange die Besuche nicht zu häufig und auch nicht zu lange dauern, ist alles noch im grünen Bereich. Wenn sich die Anzahl der Besuche häuft und die Besuchszeiten zu lange werden, zum Beispiel über mehrere Tage, dann sieht das alles ganz anders aus. Entweder man holt sich die Erlaubnis vom Vermieter für die längeren Besuche oder wenn dies weiterhin vom Vermieter nicht gewünscht ist, dann sollte man es am besten sein lassen.

Das Gleiche gilt auch, wenn ein Hund einer Freundin oder eines Familienmitgliedes zum Pflegefall wird. Auch in diesem Fall darf der Hund, wenn das Verbot für die Hundehaltung im Mietvertrag festgelegt wurde, nicht aufgenommen werden. Davor muss versucht werden eine Hundeerlaubnis für die Zeit der Pflege, vom Vermieter eingeholt zu werden. Wenn dieser diese nicht erteilen möchte, so kann er dies auch tun. Außerdem darf vom Vermieter ein Besuch untersagt werden, wenn der Hund als Bedrohung für die Wohngemeinschaft gesehen wird. Vor allem, wenn es sich um einen Hund handelt, der aggressiv auf andere Menschen wirkt oder auch während den Besuchszeiten zum Störfaktor wird.

Fazit ist, dass ein Vermieter durchaus ein Verbot für die Hundehaltung in seiner Mietwohnung dem Mieter aussprechen darf. Das Verbot wird im Mietvertrag geregelt. Durch Erteilung der Hundeerlaubnis, darf ein Mieter einen Hund halten. Die Erlaubnis kann jederzeit vom Vermieter widerrufen werden, wenn der Hund zum Störfaktor wird. Bei Blinden- und Therapiehunden bedarf es keiner Erlaubnis.

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